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Greenlinks vom 14. März 2010
Grüne Gebäudetechnik war im März 2010 ein Vorzeigethema. Was damals als Leuchtturm galt und was daraus in fünfzehn Jahren geworden ist.
Dieser Beitrag erschien ursprünglich am 15. März 2010 auf neidgrün. Wir haben ihn überarbeitet und ergänzt, wie die Themen ausgegangen sind.
Der Aufmacher dieses Tages war ein Hochhaus. Die Doppeltürme der Deutschen Bank in Frankfurt wurden damals von Grund auf saniert, und die Tageszeitung berichtete darüber als Musterfall für das, was Gebäudetechnik leisten kann. Der Rest der Sammlung drehte sich um Klimaforschung in Seen, um eine Emissionsbilanz mit Haken und um den bevorstehenden Weltwassertag.
Ein Bankturm als Musterfall
Die Sanierung der Frankfurter Türme lief von 2007 bis 2011 und war das, was man heute eine Kernsanierung nennt: Fassade, Lüftung, Kühlung, Beleuchtung, Steuerung, alles neu hinter der bestehenden Kubatur. Am Ende standen ein deutlich niedrigerer Heizenergiebedarf und ein spürbar geringerer Wasserverbrauch. Das Projekt wurde damals als Beweis geführt, dass sich auch ein Bestandsbau aus den Siebzigern auf einen zeitgemäßen Stand bringen lässt.
Der Beweis hat gehalten, nur ist die Lehre eine andere als erhofft. Sanierungen dieser Art sind technisch möglich und ökonomisch darstellbar, wenn eine Bank die Rechnung bezahlt. Im Wohnungsbestand, wo die überwiegende Menge der Heizenergie hängt, kommt die Sanierungsquote seit Jahren nicht nennenswert vom Fleck. Der Engpass ist nicht die Technik, es sind Kosten, Handwerkerkapazitäten und die Frage, wer die Investition trägt. Warum Heizung und Gebäudehülle die größten Posten der privaten Energiebilanz sind, rechnen wir in Klima und Natur verstehen nach.
Die Emissionsbilanz mit dem Haken
Ein zweiter Link an diesem Tag meldete, der Ausstoß von Treibhausgasen sei 2009 kräftig zurückgegangen. Das stimmte, war aber kein Erfolg der Umweltpolitik. Die Finanzkrise hatte die Industrieproduktion einbrechen lassen, und mit ihr die Emissionen. Im Folgejahr stiegen sie wieder.
Dieses Muster hat sich seither zweimal wiederholt, zuletzt im Pandemiejahr 2020 und dann noch einmal in der Energiekrise. Jedes Mal folgte auf den Rückgang eine Gegenbewegung. Ein Emissionsrückgang zählt nur dann, wenn er auch bei laufender Wirtschaft bestehen bleibt. Woran sich das im eigenen Haushalt ablesen lässt, steht in der Rubrik Ökostrom und Energie.
Gewässerschutz beginnt im Garten
Der dritte Strang war der Weltwassertag am 22. März. Ein Beitrag aus dem Garten- und Landschaftsbau argumentierte damals, Gewässerschutz beginne im eigenen Haushalt und vor der eigenen Tür. Gemeint waren Waschmittel, Reinigungschemie und der Umgang mit Regenwasser auf dem Grundstück.
Das Argument ist inzwischen konkreter geworden. Versiegelte Flächen, die Regen in die Kanalisation statt in den Boden schicken, sind bei Starkregen ein messbares Problem und in Trockenperioden ein zweites. Ein Garten, der Wasser hält statt es abzuleiten, ist deshalb kein Nischenthema mehr. Was das praktisch bedeutet, von der Entsiegelung bis zur Regentonne, steht in der Rubrik Garten und Natur. Weitere Fundstücke aus diesem Frühjahr liegen unter Bookmarks.
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