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Greenlinks vom 7. August 2010
Ein Sommertag voller Tiervideos, dazwischen eine Technikidee, die fünfzehn Jahre später immer noch im Versuchsstadium steckt.
Dieser Beitrag erschien ursprünglich am 8. August 2010 auf neidgrün. Wir haben ihn überarbeitet und ergänzt, wie die Themen ausgegangen sind.
Diese Sammlung war Sommerprogramm. Ein Jungvogel, der an einem zu großen Fisch scheitert, ein bis dahin unbeschriebener Oktopus aus der Tiefsee vor Neufundland, eine Falltürspinne beim Beutefang, Delfine, die Luftringe erzeugen und mit ihnen spielen. Dazwischen zwei Meldungen, die nicht in die Rubrik Tierclip passten: Elektroautos, die ihre Energie aus der Straße bekommen sollten, und ein Streit um Erdgaserlöse in Israel.
Spiel als Forschungsgegenstand
Die Delfin-Blasenringe waren 2010 vor allem ein schönes Video. Inzwischen ist das Verhalten gut untersucht und einer der Belege dafür, dass Spiel bei Wildtieren nicht nur Übung für den Ernstfall ist. Die Tiere erzeugen mit einem gezielten Stoß aus dem Atemloch einen stabilen Wirbelring, verfolgen ihn, zerteilen ihn, machen einen neuen. Ein unmittelbarer Nutzen ist nicht erkennbar.
Das ist mehr als eine Anekdote, weil sich daran eine Bewertungsfrage entscheidet. Arten, denen man komplexes Sozialverhalten und Spiel zuschreibt, werden in Schutzdebatten anders behandelt als solche, bei denen das nicht der Fall ist. Der Gedanke ist im Naturschutz umstritten, weil er die sympathischen Arten bevorzugt, während der größere Verlust bei Insekten und unscheinbaren Pflanzen stattfindet. Was davon im eigenen Garten sichtbar wird, steht in der Rubrik Garten und Natur.
Der Oktopus aus dem Dunkeln
Der zweite Fund des Tages war ein Tintenfisch, der von einer Expedition in den dunklen Tiefen vor Neufundland gefunden und noch nicht benannt worden war. Solche Meldungen kamen 2010 regelmäßig und kommen bis heute.
Das ist bemerkenswerter, als es klingt. Die Tiefsee ist der größte Lebensraum der Erde und bleibt der am schlechtesten kartierte. Ein erheblicher Teil des Meeresbodens ist nicht in einer Auflösung vermessen, die Strukturen von wenigen hundert Metern erkennbar macht. Gleichzeitig laufen Vorbereitungen für den Abbau von Manganknollen in genau diesen Gebieten. Das ist die eigentliche Frage hinter den hübschen Tiefseevideos: Wie reguliert man den Zugriff auf ein Ökosystem, dessen Bestand man nicht kennt. Wir ordnen das in Klima und Natur verstehen ein.
Energie aus der Straße
Die Technikmeldung des Tages versprach Elektroautos, die während der Fahrt aus der Fahrbahn geladen werden. Induktive Ladestrecken sind seither in mehreren Ländern gebaut worden, für Busse, für Lkw, in kurzen Abschnitten.
Über den Versuchsstatus sind sie nicht hinausgekommen, und die Gründe sind naheliegend: Der Wirkungsgrad ist schlechter als beim Laden mit Kabel, die Straßen müssen aufgerissen und die Spulen unterhalten werden, und die Batterien sind schneller günstiger und ausdauernder geworden, als die Infrastruktur reifen konnte. Was 2010 als elegante Lösung gehandelt wurde, hat sich schlicht erledigt, weil das Problem, das es lösen sollte, kleiner geworden ist.
Der Erdgasstreit wiederum war ein früher Vorbote dessen, was Energiefunde im östlichen Mittelmeer bis heute auslösen: Verteilungsfragen, Grenzstreitigkeiten und langfristige Bindung an einen fossilen Energieträger. Warum diese Bindung teuer werden kann, steht in der Rubrik Ökostrom und Energie. Weitere Fundstücke aus diesem Sommer liegen unter Bookmarks.
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