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Blog
Die Hauptrubrik des alten Umweltblogs. Hier lief die tägliche Berichterstattung, und hier steht der größte Teil der erhaltenen Beiträge.
Die Rubrik Blog war das Rückgrat des alten Umweltblogs. Hier erschien die laufende Berichterstattung, hier liegt entsprechend der größte Teil der erhaltenen Beiträge. Alles, was keine reine Kurzmeldung, kein Filmtipp und kein Aufruf war, landete in dieser Rubrik.
Was hier lief
Der thematische Bogen war weit. Es ging um Umweltpolitik in Berlin und Brüssel, um Studien und Verbandsmitteilungen, um Konzerne und ihre Zusagen, um einzelne Arten und einzelne Flüsse. Dazwischen standen die großen Ereignisse dieser zwei Jahre, die im Rückblick eng aufeinanderfolgten.
Die Klimakonferenz von Kopenhagen im Dezember 2009 war der Auftakt und gleichzeitig die größte Enttäuschung. Nach Monaten der Erwartung endete sie ohne verbindliches Abkommen, und ein erheblicher Teil der Beiträge aus dem Frühjahr 2010 arbeitet sich an dieser Enttäuschung ab. Im April 2010 folgte die Explosion der Deepwater Horizon im Golf von Mexiko, deren Ölaustritt über Monate lief und in fast jeder Woche neue Meldungen produzierte. Wenige Tage zuvor hatte die Aschewolke des Eyjafjallajökull den europäischen Flugverkehr stillgelegt, was damals zu einer eigentümlichen Nebendebatte darüber führte, wie viel Emissionen ein Flugverbot einspart.
Der März 2011 brachte Fukushima, und damit innerhalb weniger Wochen eine Umkehrung der deutschen Energiepolitik. Der Ausstiegsbeschluss vom Juni 2011 gehört zu den letzten Themen, die diese Rubrik noch abgedeckt hat.
Neben diesen Großereignissen lief die unauffälligere Hälfte der Rubrik weiter: Berichte über einzelne Flüsse und Moore, über Rückkehrer wie Wolf und Biber, über Gesetzesvorhaben in Brüssel, über Rückstände in Lebensmitteln. Diese Beiträge haben damals wenig Aufmerksamkeit bekommen und sind heute die interessanteren, weil sich an ihnen Entwicklungen über fünfzehn Jahre ablesen lassen.
Was daraus geworden ist
Die energiepolitischen Beiträge sind der Teil, der am stärksten gealtert ist. Nicht weil die Beobachtungen falsch waren, sondern weil sich die Kostenbasis verändert hat. Was 2010 als teure Subventionstechnologie diskutiert wurde, ist heute die günstigste Erzeugungsform in vielen Märkten. Wie die Fragen heute aussehen, steht unter Ökostrom und Energie und Balkonkraftwerk.
Besser gehalten haben sich die Beiträge zu Landnutzung, Artenverlust und Meeren. Die Mechanismen, die dort beschrieben wurden, sind dieselben geblieben, teils haben sich die Zahlen verschlechtert. Die heutige Einordnung dazu steht unter Klima und Natur verstehen.
Die kürzeren Meldungen der Jahre 2009 bis 2011 liegen in einer eigenen Rubrik, siehe Kurz notiert. Der Rahmen und die Erklärung, was mit den alten Texten gemacht wurde, steht im Archiv.
Alle Themen in dieser Rubrik
Dachs 2010
Ein Tier, das man fast nie sieht, obwohl es fast überall lebt. Die Auszeichnung von 2010 fiel in eine Phase, in der sich der Bestand gerade erholt hatte.
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Winterfütterung
Die Streitfrage von damals ist heute besser beantwortbar. Die kurze Version, Füttern hilft ein paar häufigen Arten, dem Artenschwund hilft es nicht.
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Wochenend-Imker
Der Appell war gut gemeint und ist inhaltlich überholt. Mehr Honigbienenvölker retten keine Bienen, sie sind Nutztierhaltung.
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Forestle vs. Ecosia
Der Vergleich von 2009 hat sich auf ungewöhnliche Weise erledigt. Beide Projekte stammten vom selben Gründer, und eines davon existiert bis heute.
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Great Barrier Reef
Die Schlagzeile war 2010 verfrüht und in der Sache nicht falsch. Die entscheidenden Ereignisse kamen erst sechs Jahre später.
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Klimawandel 2010
Der Beitrag sammelte Meldungen aus einem Frühjahr, in dem die Glaubwürdigkeit der Klimaforschung offen infrage stand. Der Ausgang ist gut dokumentiert.
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CO2-neutrales Blog
Ein Banner einbauen, ein Baum wird gepflanzt, das Blog gilt als klimaneutral. Die Rechnung dahinter hält einer Prüfung nicht stand.
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Discounter-Ökostrom
Handelsketten verkauften plötzlich Strom, mit Prämien von 100 Euro und mehr. Der Vorgang erklärt bis heute, woran man einen leeren Ökostromtarif erkennt.
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Eyjafjallajökull
Ein isländischer Vulkan legte im April 2010 den europäischen Luftverkehr lahm. Die Aufregung ist vorbei, die Regeln, die daraus entstanden, gelten bis heute.
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Recyclingkunst
Zehn Objekte aus Abfall, über die sich streiten ließ. Der Streit ist geblieben, die Zahlen dazu sind heute deutlich besser bekannt.
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Ölteppich aus dem All
Ein Satellitenbild vom 25. April 2010 zeigte einen silbrigen Schleier neben dem Mississippi-Delta. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Katastrophe kaum begonnen.
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Aschewolken-Zeitraffer
Mitte Mai 2010 brodelte der Vulkan erneut. Der Zeitraffer, der damals kursierte, wurde für Island zur wirksamsten Werbung seiner Geschichte.
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Ruderfußkrebs
Die Meldung von 2010 stimmt, wenn man sie richtig liest. Entscheidend ist die Leistung je Kilogramm Muskel, nicht die absolute Kraft.
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Größe des Ölteppichs
Zahlen in Quadratkilometern sagen wenig. Ein Kartentool von 2010 legte den Teppich über die eigene Stadt, und plötzlich war die Größenordnung begreifbar.
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Umweltjournalismus China
Wer über Umweltschutz schreibt, legt sich mit der Wirtschaft an. Der Satz stammt von 2010 und beschreibt eine Lage, die sich seitdem in zwei Richtungen entwickelt hat.
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Häufige Fragen
Was stand in der Rubrik Blog?
Die laufende Berichterstattung des Umweltblogs zwischen 2009 und 2011. Das reichte von Meldungen aus der Umweltpolitik über Berichte zu einzelnen Umweltkatastrophen bis zu Einordnungen von Studien und Verbandsmitteilungen. Die Rubrik war der Ort für alles, was nicht in eine der Spezialrubriken passte.
Warum liest sich vieles aus dem Blog heute anders?
Weil sich zwischen 2011 und heute die Ausgangslage verschoben hat. Photovoltaik und Windkraft sind massiv billiger geworden, der Kohleausstieg ist beschlossen, und Klimapolitik ist von einer Konferenzfrage zu einer Frage nationaler Gesetzgebung geworden. Beiträge, die 2010 zugespitzt wirkten, wirken heute teilweise vorsichtig.
Sind die Beiträge vollständig erhalten?
Nein. Ein Teil der damaligen Adressen ist nur noch im Internet Archive dokumentiert, und dort auch nur in einzelnen Momentaufnahmen. Erhalten wurde, was sich vollständig rekonstruieren ließ.
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